Mathias Wimmer

Ladschaffner der Salzkammergut-Lokalbahn

* 1893    † 1945

 

Zum Leben

Aus dem Epitaph ist ersichtlich, dass hier u. a. ein 52-jähriger Mann ruht, Eisenbahner von Beruf, der am 7.2.1945 gestorben ist.
Der Mann war während des Krieges bei der Salzkammergutbahn (Linie Salzburg – Bad Ischl) beschäftigt und hat eine Antikriegsäußerung gemacht. Dies wurde verraten, ihm wurde ein Prozess gemacht und wegen „…wehrkraft-zersetzender Äußerungen… zu 5 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust“ verurteilt.
Er ist während der Haft gestorben.

Das Grab am Ischler Friedhof

Dieser Bildstock aus Betonguss mit Sattelhelm ohne weitere Bekrönung, enthält in der frontalen Tabernakelnische ein Gemälde. Dieses zeigt eine Frau im Profil die sich einem etwa 10-jährigen Kind zuwendet. Dieses Kind hält in beiden Händen ein Stück Stacheldraht, so als hätte es ihn zerrissen. Am linken Bildrand steht ein Pfahl an dem mehrere Stacheldrähte befestigt sind. Dahinter ist ein Stück des Siriuskogel und der Karin erkennbar. Blickt man über das Tabernakel hinweg sind diese beiden Berge in natura zu sehen. Am unteren Rand des Bildes steht in Großbuchstaben „COMSOLATRIX AFFLICTORIUM“ (grammatikalisch richtig sollte es „AFFLICTORUM heißen). Zu Deutsch: „Trösterin der Betrübten“, eine Anrufung aus der Lauretanischen Litanei, welche aus dem Loreto-Marienheiligtum in Italien stammt.
Die Anrufung macht klar, dass es sich hier um Maria handelt, die für die Angehörigen zur Trösterin geworden ist. Ihr göttliches Kind ist in der Lage, den Stacheldraht des diktatorischen Regimes und / oder der Zuchthauses symbolisch mit bloßen Händen zu zerreißen.

Wir erinnern uns

Sie sind eingeladen, Ihre persönliche Erinnerung an
Mathias Wimmer nieder zu schreiben.

Erinnerung schreiben

Einladung versenden


Porträt teilen